Stellt euch eine Welt vor Covid vor. Damals (in 2018) bat mich Katharina, ob ich für ihre Abschlussarbeit als Trauerbegleiterin eine Eule malen könnte. Sie hatte eine Geschichte verfasst, die Kindern helfen sollte in ihrer Trauer bei Suizid eines Elternteiles. Es gab noch keine solche Geschichte für Kinder. Also hatte Katharina eine geschrieben, um sie für ihre Arbeit mit Kindern zu verwenden, erzählte sie mir. Wir kennen uns schon seit unserer Schulzeit. Wir hatten beide einen Suizid in unserem Freundeskreis erlebt. Wir wohnten nicht in derselben Stadt – ich war in München. Katharina war in Hildesheim. Mein erster Gedanke war: Das lässt sich unmöglich illustrieren. Doch nachdem ich diese Geschichte gelesen hatte, war mir klar, dass ich sie illustrieren wollte. Diese Geschichte musste erzählt werden.
Jetzt stellt euch eine Welt ohne digitale Meetings vor – ja, sie existierten, aber nicht so wie heute. Wir haben uns damals angerufen, mit diesem Teil namens Telefon (nein, kein Handy). Dann haben wir über die Charaktere, das Storyboard, die Farben und die allgemeine Atmosphäre gesprochen, die wir in der Geschichte erzielen wollten. Jetzt ging es nicht mehr nur darum, „eine Eule zu malen“. Ziemlich schnell hatte ich die Idee, diese Geschichte in ein Buch zu verwandeln. Nun ging es also darum, ein Buch zu machen. Ein Bilderbuch.



Nachdem die allgemeine Atmosphäre und die Charaktere entworfen waren, erstellte ich das Storyboard. Damals hatte ich ein kleines Skizzenbuch. Es hatte die perfekte Größe für ein Storyboard. Auf den Bildern oben ist Seite drei zu sehen: Es ist eine Skizze der zukünftigen Buchseite. Nachdem die Storyboard-Seiten fest standen (wiederum, nachdem Katharina und ich sie am Telefon besprochen hatten), zeichnete ich alle Seiten mit einem schwarzen Buntstift (ein Beispiel ist das Titelbild auf dieser Seite). Anschließend kolorierte ich sie mit einem digitalen Grafiktablet. Ich malte auch ein paar Pinselstriche mit Wassermalfarben, die ich anschließend einscannte. Sie sollten den digitalen Bildern eine lebendigere Textur verleihen. Ich verwende sie bis heute in meinen digitalen Arbeiten.
Heute schreiben wir das Jahr 2026, acht Jahre später, und die Nachfrage nach dieser Geschichte reißt nicht ab. Wir haben kürzlich eine neue Auflage drucken lassen.

Es war eine wahre Freude, gemeinsam an diesem Buch zu arbeiten.

Um ein Buch zu erwerben, sende bitte eine E-Mail an: katharina.hohmann@gmx.net
Wir freuen uns, zu helfen.